💬 20 Jahre Offenheit – und der Moment, in dem sich alles noch einmal verändert hat
Ich spreche seit über 20 Jahren offen über meine Inkontinenz. Nicht halb, nicht vorsichtig, nicht „nur wenn jemand fragt“. Ich rede darüber, weil ich es jeden Tag lebe. Und weil meine Form der Inkontinenz nicht die ist, über die man in Ratgebern liest oder die man mit „rechtzeitig gehen“ kontrollieren kann. Ich spüre keinen Harn‑ oder Stuhldrang. Ich merke nicht, wann ich muss. Ich kann nichts halten. Es passiert einfach – seit 21 Jahren. Diese Ehrlichkeit hat mich geprägt. Sie hat mir geholfen, anderen Mut zu machen. Sie hat mir eine Stimme gegeben. Und sie hat mir gezeigt, wie viele Menschen sich verstecken, weil sie glauben, sie seien allein. Doch obwohl ich seit zwei Jahrzehnten darüber rede, hat sich etwas verändert. Nicht die Inkontinenz – die ist geblieben. Sondern mein Gefühl dazu. --- 💥 Die Tumor‑OP – und die Zeit, in der mein Körper mich komplett ausgebremst hat Nach der zweiten Tumoroperation war ich fast zwei Jahre raus aus allem. Ich wol...