Meine Geschichte vom Wirbelbruch zum offenen Umgang mit Inkontinenz
Ich war 18 Jahre alt, mitten im Berufsleben, als sich mein Leben von einem Tag auf den anderen verändert hat. Ein Wirbelbruch führte zu einem inkompletten Querschnitt – und damit zu etwas, worüber niemand in meinem Alter spricht: Harn- und Stuhlinkontinenz. Die erste Zeit war hart. Nicht nur körperlich, sondern vor allem im Kopf. Mit 18 willst du arbeiten, feiern, leben, frei sein. Stattdessen musste ich plötzlich lernen, mit etwas umzugehen, das für viele ein Tabu ist. Ich fühlte mich überfordert, verunsichert und manchmal auch einfach nur wütend. Aber ich bin nicht der Typ, der sich lange versteckt. Relativ schnell habe ich für mich entschieden: Ich gehe offen damit um. Nicht, weil es leicht war – sondern weil es der einzige Weg war, der sich richtig angefühlt hat. Und dieser Schritt hat vieles einfacher gemacht. Offenheit hat mir Freiheit zurückgegeben. Ich musste mich nicht mehr verstellen, nicht mehr Ausreden erfinden, nicht mehr so tun, als wäre alles normal. Ich konnte ...