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Es gibt Themen, über die redet man nicht. Und dann gibt es Themen, über die redet man erst recht, weil sonst niemand es tut.

Stuhlinkontinenz gehört definitiv zur zweiten Kategorie.   Ein Wort, das klingt wie ein medizinischer Endgegner, aber sich im Alltag eher anfühlt wie ein chaotischer Mitbewohner, der ungefragt in dein Leben eingezogen ist und ständig Überraschungspartys schmeißt. Und weil ich keine Lust habe, mich dafür zu schämen, schreibe ich heute darüber.   Mit Humor. Mit Ehrlichkeit. Und mit ein bisschen „Leute, entspannt euch mal“. --- 1. Der Moment, in dem du merkst: Dein Darm hat eigene Pläne Es gibt diese Tage, da läuft alles super.   Und dann gibt es Tage, da läuft… na ja… anderes. Der Darm ist wie ein DJ, der plötzlich beschließt, einen Track zu spielen, den niemand bestellt hat.   Ohne Vorwarnung. Ohne Übergang. Ohne Rücksicht auf deinen Terminkalender. Und du stehst da und denkst:   „Ach, du bist also heute wieder in Stimmung. Super.“ --- 2. Die Gesellschaft: „Darüber redet man nicht.“ Ich: „Hold my coffee.“ Ich schwöre, sobald man das Wort ...

Die mentale Checkliste, die ich im Kopf habe – ohne dass es jemand merkt Oder: Warum mein Gehirn eigentlich ein voll ausgestattetes Kontrollzentrum ist

Es gibt Menschen, die stehen morgens auf, ziehen sich an, gehen raus und leben ihr Leben.   Und dann gibt es mich. Nicht, weil ich kompliziert bin.   Sondern weil mein Alltag ein paar Extras hat, die andere nicht sehen — und die mein Gehirn zu Höchstleistungen motivieren. Während ich nach außen wirke wie jemand, der einfach entspannt durch den Tag geht, läuft in meinem Kopf ein vollautomatisches System, das ungefähr so klingt wie: „Okay Team, alle auf Position. Wir haben einen neuen Tag. Checkliste starten.“ --- 1. „Wie lange bin ich unterwegs?“ – Der Masterplan Andere überlegen:   „Brauche ich eine Jacke?“ Ich überlege:   „Wie lange bin ich weg? Wie viele Wechsel brauche ich? Wie viele Eventualitäten? Wie viele Pausen? Wie viele Möglichkeiten, kurz durchzuatmen?“ Mein Gehirn plant das wie ein Logistikunternehmen: - „Drei Stunden? Easy.“   - „Sechs Stunden? Okay, wir nehmen die Deluxe-Ausstattung.“   - „Ganzer Tag? Alles klar, ...

Warum Selbstakzeptanz kein Ziel ist, sondern ein Training

Wenn man über Selbstakzeptanz spricht, klingt es oft so, als wäre es ein Zustand, den man irgendwann erreicht.   So wie ein Level in einem Videospiel:   Ding! Glückwunsch, du hast jetzt Selbstakzeptanz freigeschaltet. Schön wär’s.   Die Wahrheit ist: Selbstakzeptanz ist kein Ziel. Sie ist ein Training.   Und manchmal ein verdammt anstrengendes. --- 1. Selbstakzeptanz passiert nicht von heute auf morgen Ich habe lange gedacht, es gäbe diesen einen Moment, in dem plötzlich alles klickt.   In dem ich meinen Körper akzeptiere.   Meine Inkontinenz.   Meine Einschränkungen.   Meine Realität. Aber dieser Moment kam nicht.   Stattdessen kamen viele kleine Momente:   - ein ehrliches Gespräch   - ein mutiger Schritt   - ein Tag, an dem ich mich nicht versteckt habe   - ein Tag, an dem ich mich DOCH versteckt habe, aber am nächsten wieder aufgestanden bin Selbstakzeptan...