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Warum ich manchmal „Windel“ sage – und warum Worte im Zusammenhang mit Inkontinenz wichtig sind

Wer meine Videos verfolgt, hat wahrscheinlich schon bemerkt, dass ich unterschiedliche Begriffe verwende. Ich spreche von Inkontinenzslips, Schutzhosen, Schutzslips – und manchmal eben auch ganz einfach von einer Windel. Für manche mag das widersprüchlich wirken. Schließlich gibt es für diese Produkte doch genaue Bezeichnungen. Warum also verwende ich trotzdem das Wort „Windel“? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Damit möglichst viele Menschen verstehen, worüber ich spreche. Begriffe sind nicht immer so bekannt, wie man denkt Begriffe wie Inkontinenz oder Inkontinenzslip sind zwar sachlich korrekt, aber längst nicht jeder Mensch kann sofort etwas damit anfangen. Ich habe das selbst schon erlebt. Als ich einmal jemandem erzählt habe, dass ich eine Schutzhose trage, dachte die Person tatsächlich, ich wäre Waldarbeiter und würde meine Beine wegen einer Kettensäge schützen. Das klingt im ersten Moment vielleicht lustig, zeigt aber auch sehr deutlich, warum Sprache manchmal komplizier...

Inkontinenz und Schwerbehinderung in der Partnerschaft – kann Liebe trotzdem funktionieren?

„Ich könnte das nicht.“ Diesen Satz lese ich immer wieder unter meinen Videos, wenn ich über Inkontinenz, Behinderung und Partnerschaft spreche. Und ganz ehrlich: Manchmal macht mich dieser Satz traurig. Nicht, weil ich nicht unglaublich dankbar für meine Frau wäre. Im Gegenteil. Ich bin sehr froh, dass sie an meiner Seite ist, und ich bin stolz darauf, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Aber wenn Menschen schreiben: „Boah, ich könnte das nicht. Deine Frau ist echt toll“, steckt darin für mich manchmal noch etwas anderes. Nämlich die Vorstellung, dass eine Beziehung mit einem inkontinenten oder schwerbehinderten Menschen eigentlich kaum funktionieren kann. Und genau darüber möchte ich sprechen. Wie ist Inkontinenz eigentlich in einer Partnerschaft? Die kurze Antwort lautet: Anders – aber nicht automatisch schlechter. Natürlich verändert Inkontinenz bestimmte Dinge im Alltag. Bei mir bedeutet sie beispielsweise, dass ich nicht einfach auf die Toilette gehen kann, wenn ich das Bedürfnis ...

„Wenn meine Frau nicht da ist – und meine Verhinderungspflege übernimmt“

Es gibt Tage, da läuft mein Alltag stabil. Und dann gibt es die anderen Tage – die, an denen mein Körper und mein Kopf gemeinsam beschließen, dass heute wohl ein „Pflegegrad‑3‑Tag“ wird. Meine Inkontinenz ist ein großer Teil davon, klar. Aber sie ist nicht alles.   Meine Bewegungseinschränkung nach den Tumor‑OPs, die massiven Rückenprobleme und die psychischen Belastungen spielen genauso rein.   Und genau deshalb brauche ich manchmal Unterstützung – auch wenn ich es nicht gern zugebe. Normalerweise ist meine Frau diejenige, die mich durch solche Tage begleitet.   Aber sie kann nicht immer da sein. Und sie soll es auch nicht müssen. Deshalb habe ich meine Verhinderungspflege – eine Person, die ich sehr gut kenne und der ich vertraue. --- 1. Warum ich überhaupt Unterstützung brauche Pflegegrad 3 bedeutet bei mir nicht „ein Problem“, sondern eine Kombination aus mehreren Dingen, die sich gegenseitig beeinflussen: - Die Inkontinenz, die unberechenbar ist und mi...

💬 20 Jahre Offenheit – und der Moment, in dem sich alles noch einmal verändert hat

Ich spreche seit über 20 Jahren offen über meine Inkontinenz. Nicht halb, nicht vorsichtig, nicht „nur wenn jemand fragt“. Ich rede darüber, weil ich es jeden Tag lebe. Und weil meine Form der Inkontinenz nicht die ist, über die man in Ratgebern liest oder die man mit „rechtzeitig gehen“ kontrollieren kann. Ich spüre keinen Harn‑ oder Stuhldrang.   Ich merke nicht, wann ich muss.   Ich kann nichts halten.   Es passiert einfach – seit 21 Jahren. Diese Ehrlichkeit hat mich geprägt. Sie hat mir geholfen, anderen Mut zu machen. Sie hat mir eine Stimme gegeben. Und sie hat mir gezeigt, wie viele Menschen sich verstecken, weil sie glauben, sie seien allein. Doch obwohl ich seit zwei Jahrzehnten darüber rede, hat sich etwas verändert. Nicht die Inkontinenz – die ist geblieben. Sondern mein Gefühl dazu. --- 💥 Die Tumor‑OP – und die Zeit, in der mein Körper mich komplett ausgebremst hat Nach der zweiten Tumoroperation war ich fast zwei Jahre raus aus allem. Ich wol...

„Noch ganz dicht? Mein Hintern sagt: eher nicht – Teil 2“

Heute gibt’s wieder Realtalk aus meinem Alltag.   Nicht beschönigt, nicht weichgespült, einfach so, wie es ist.   Weil ich euch als Community nah bei mir haben will — und weil ich weiß, dass viele von euch genau solche Nächte kennen. --- 🔥 Mein Hintern leuchtet immer noch wie ein Warnsignal Der Dekubitus ist aktuell auf einem Level, bei dem ich offiziell sagen kann:   Wenn mein Hintern noch röter wird, muss ich ihn als Verkehrsleuchte anmelden. Es ist nicht nur unangenehm — es ist ein Dauerzustand, der mich jede Bewegung spüren lässt.   Und ja, ich mache Witze darüber, aber die Realität ist:   Es brennt, es zieht, es nervt, es macht mich fertig. --- 🚿 Duschen? Ein täglicher Bossfight Ich hab’s ja schon gesagt:   Selbst klares Wasser fühlt sich an wie Säure. Ich stehe unter der Dusche, das Wasser läuft runter, und mein Körper schreit:   „Warum tust du mir das an?“   Und ich denke mir:   „Bruder, i...