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Es werden Posts vom September, 2026 angezeigt.

Inkontinenz und Humor – warum ich über manche Situationen heute lachen kann

  Inkontinenz und Humor – warum ich über manche Situationen heute lachen kann Kann man über Inkontinenz lachen? Ja. Und bevor jetzt jemand denkt: „Wie kann man über so etwas lachen?“, muss ich vielleicht direkt etwas klarstellen. Es gibt einen verdammt großen Unterschied zwischen jemanden auslachen und gemeinsam über eine Situation lachen . Ich bin seit 21 Jahren harn- und stuhlinkontinent. In dieser Zeit habe ich wahrscheinlich mehr peinliche, unangenehme, chaotische und komplett bescheuerte Situationen erlebt, als ich heute überhaupt noch zusammenbekomme. Und ganz ehrlich? Wenn ich über manche davon heute nicht lachen könnte, hätte ich vermutlich schon längst den Verstand verloren. Eine Situation aus meiner Zeit im Möbelhaus Heute Morgen hat mich mein guter Freund Robin gefragt, ob es durch mein Handicap eigentlich auch Situationen gab, bei denen ordentlich gelacht wurde. Und komischerweise musste ich erst einmal überlegen. Nicht weil es keine gab. Davon gab es wahrscheinlich Ta...

Ich spüre nicht, wann ich muss – Leben ohne Vorwarnung

  Ich spüre nicht, wann ich muss – Leben ohne Vorwarnung „Merkst du denn gar nicht, wenn du auf Toilette musst?“ Diese Frage bekomme ich tatsächlich ziemlich häufig gestellt. Und meine Antwort darauf ist ganz einfach: Nein. Ich spüre es nicht. Weder meine Blase noch mein Darm geben mir vorher Bescheid. Da kommt kein Druck, kein Ziehen, kein „Du solltest langsam mal eine Toilette suchen“. Es passiert einfach. Und genau das ist wahrscheinlich einer der Punkte an meiner Inkontinenz, den sich viele Menschen nur schwer vorstellen können. Wer keine Inkontinenz hat, kennt es normalerweise so: Irgendwann meldet sich die Blase. Man merkt, dass man auf Toilette muss. Vielleicht kann man noch zehn Minuten warten, vielleicht auch eine Stunde. Aber man bekommt zumindest eine Warnung. Bei mir gibt es diese Warnung nicht. Es passiert einfach Wenn meine Blase sich entleert, dann merke ich vorher nichts davon. Ich kann gerade auf der Couch sitzen, unterwegs sein, einkaufen, mit jemandem reden oder ...

Was passiert eigentlich, wenn meine Windel unterwegs ausläuft?

Wer mich und meinen Blog schon etwas länger kennt, weiß: Ich rede ziemlich offen über meine Inkontinenz. Ich sage auch Windel, wenn ich Windel meine. Nach so vielen Jahren gehört das für mich zu meinem Leben. Aber nur weil ich offen damit umgehe, bedeutet das nicht, dass jede Situation angenehm ist. Eine davon ist der Moment, in dem ich unterwegs plötzlich merke: Scheiße. Da stimmt etwas nicht. Zu Hause ist eine ausgelaufene Windel nervig. Ich kann mich umziehen, frisch machen und die Sache ist erledigt. Unterwegs sieht das ganz anders aus. Dieses Gefühl kennt man irgendwann Nach vielen Jahren mit Inkontinenz entwickelt man ein ziemlich gutes Gespür dafür, was gerade passiert. Man sitzt irgendwo, ist vielleicht gerade mit anderen Menschen unterwegs, und plötzlich fühlt sich etwas anders an. Dann kommt automatisch die Frage: Hat die Windel noch gehalten – oder ist schon etwas daneben gegangen? Und genau das ist so ein Moment, den Außenstehende meistens überhaupt nicht mitbekommen. Das G...

Wenn gerade nichts funktioniert – und mein Kopf nicht mehr hinterherkommt

Seit ungefähr vier Wochen geht bei mir einiges drunter und drüber. Und nein, diesmal meine ich damit nicht nur meine Harn- und Stuhlinkontinenz. Die ist da, jeden Tag, und natürlich beeinflusst sie meinen Alltag. Aber momentan kommen einfach mehrere Dinge gleichzeitig zusammen. Um zu erklären, warum mich das gerade so beschäftigt, muss ich ein bisschen weiter ausholen. Mein Rücken erinnert mich regelmäßig an meine Geschichte Ich hatte sieben Bandscheibenvorfälle und zwei Wirbelbrüche. Durch diese Verletzungen entstand unter anderem mein inkompletter Querschnitt. Dass mein Rücken also nicht unbedingt mein bester Freund ist, dürfte niemanden überraschen. Ich habe immer wieder Phasen mit Rückenproblemen. Vor Kurzem waren die Schmerzen allerdings so stark, dass ich sogar im Krankenhaus war. Einfach um sicherzugehen, dass nicht wieder irgendetwas kaputt ist. Zum Glück war das nicht der Fall. Aber die Schmerzen waren und sind trotzdem da. Und sie schränken mich momentan stärker ein, als mir ...

Was ist eigentlich in meiner Inkontinenz-Tasche? – Ohne sie gehe ich nicht aus dem Haus

Wer mich kennt, weiß: Wenn ich das Haus verlasse, kommt eine ganz bestimmte Tasche mit. Und nein, da steckt kein halber Hausstand drin. 😄 Es ist meine Inkontinenz-Tasche. Für andere ist es vielleicht einfach nur eine Tasche. Für mich bedeutet sie vor allem eines: Sicherheit . Dabei spielt es keine große Rolle, ob ich fünf Minuten weg bin, Freunde besuche, einkaufen gehe oder mehrere Stunden unterwegs bin. Die Tasche kommt mit. Nach 21 Jahren mit Harn- und Stuhlinkontinenz habe ich nämlich eines gelernt: Nur weil man denkt, man ist gleich wieder zu Hause, interessiert das meinen Körper noch lange nicht. Eine Tasche, die extra für mich gemacht wurde Meine Tasche ist für mich etwas Besonderes. Eine gute Freundin hat sie extra nach meinen Bedürfnissen genäht. Sie ist also nicht irgendeine Tasche, die ich irgendwann gekauft habe, sondern genau darauf ausgelegt, was ich unterwegs brauche. Und ich brauche tatsächlich ein bisschen mehr als Schlüssel, Handy und Geldbeutel. Denn wen...

Warum ist Inkontinenz eigentlich immer noch so ein Tabuthema?

Über Beziehungen sprechen wir. Über psychische Gesundheit inzwischen zum Glück auch immer häufiger. Selbst über viele Krankheiten, die früher kaum jemand offen erwähnt hätte, wird heute öffentlich gesprochen. Aber sobald es um Blase oder Darm geht, wird es plötzlich still. Warum eigentlich? Ich lebe selbst mit Inkontinenz. Deshalb ist diese Frage für mich keine theoretische. Sie betrifft meinen Alltag, meinen Körper und Situationen, über die andere Menschen vielleicht nie nachdenken müssen. Und manchmal frage ich mich wirklich: Warum fällt es uns noch immer so schwer, darüber zu sprechen? Wenn Blase und Darm plötzlich peinlich werden Urin und Stuhl gehören zu unserem Körper. Jeder Mensch muss zur Toilette. Eigentlich könnte es kaum etwas Normaleres geben. Und trotzdem lernen wir schon früh, dass Ausscheidungen etwas Privates sind. Etwas, worüber man möglichst nicht spricht. Funktioniert alles wie erwartet, fällt das meistens gar nicht auf. Schwierig wird es, wenn der eigene Körper sich...

Warum ich manchmal „Windel“ sage – und warum Worte im Zusammenhang mit Inkontinenz wichtig sind

Wer meine Videos verfolgt, hat wahrscheinlich schon bemerkt, dass ich unterschiedliche Begriffe verwende. Ich spreche von Inkontinenzslips, Schutzhosen, Schutzslips – und manchmal eben auch ganz einfach von einer Windel. Für manche mag das widersprüchlich wirken. Schließlich gibt es für diese Produkte doch genaue Bezeichnungen. Warum also verwende ich trotzdem das Wort „Windel“? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Damit möglichst viele Menschen verstehen, worüber ich spreche. Begriffe sind nicht immer so bekannt, wie man denkt Begriffe wie Inkontinenz oder Inkontinenzslip sind zwar sachlich korrekt, aber längst nicht jeder Mensch kann sofort etwas damit anfangen. Ich habe das selbst schon erlebt. Als ich einmal jemandem erzählt habe, dass ich eine Schutzhose trage, dachte die Person tatsächlich, ich wäre Waldarbeiter und würde meine Beine wegen einer Kettensäge schützen. Das klingt im ersten Moment vielleicht lustig, zeigt aber auch sehr deutlich, warum Sprache manchmal komplizier...

Leben mit Inkontinenz – mein kompletter Alltag

Wie sieht eigentlich ein ganz normaler Alltag mit Inkontinenz aus? Diese Frage lässt sich wahrscheinlich nicht für jeden Menschen gleich beantworten. Jeder hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Herausforderungen und seine eigene Art, mit dem Thema umzugehen. Ich lebe mittlerweile seit 21 Jahren mit meiner Inkontinenz und habe im Laufe der Zeit meinen ganz persönlichen Weg gefunden. Vieles läuft heute automatisch ab. Trotzdem ist natürlich nicht jeder Tag gleich. Mein Tag beginnt meistens um 4 Uhr Ja, mein Schlafrhythmus ist ziemlich crazy. 😄 In den meisten Fällen stehe ich gegen 4 Uhr morgens auf. Wenn ich wach werde, ist mein erster Blick auf meine Bettschutzauflage gerichtet. Denn es kann durchaus vorkommen, dass ich nachts auslaufe, ohne davon wach zu werden. Deshalb ist dieser kurze Check für mich wichtig. Falls etwas passiert ist, kann ich die Bettschutzauflage direkt austauschen und alles wieder in Ordnung bringen. Über solche Nächte und was es bedeutet, wenn trotz aller Vo...

Inkontinenz und Schwerbehinderung in der Partnerschaft – kann Liebe trotzdem funktionieren?

„Ich könnte das nicht.“ Diesen Satz lese ich immer wieder unter meinen Videos, wenn ich über Inkontinenz, Behinderung und Partnerschaft spreche. Und ganz ehrlich: Manchmal macht mich dieser Satz traurig. Nicht, weil ich nicht unglaublich dankbar für meine Frau wäre. Im Gegenteil. Ich bin sehr froh, dass sie an meiner Seite ist, und ich bin stolz darauf, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Aber wenn Menschen schreiben: „Boah, ich könnte das nicht. Deine Frau ist echt toll“, steckt darin für mich manchmal noch etwas anderes. Nämlich die Vorstellung, dass eine Beziehung mit einem inkontinenten oder schwerbehinderten Menschen eigentlich kaum funktionieren kann. Und genau darüber möchte ich sprechen. Wie ist Inkontinenz eigentlich in einer Partnerschaft? Die kurze Antwort lautet: Anders – aber nicht automatisch schlechter. Natürlich verändert Inkontinenz bestimmte Dinge im Alltag. Bei mir bedeutet sie beispielsweise, dass ich nicht einfach auf die Toilette gehen kann, wenn ich das Bedürfnis ...

💬 Wenn der Rücken streikt und die Inkontinenz sagt: „Ich helfe auch nicht mit.“

Es gibt Tage, da wacht man auf und merkt sofort:   Der Rücken hat beschlossen, heute nicht zu arbeiten.   Und genau so ein Tag war’s bei mir.   Oder besser gesagt: eine ganze Woche.   Ohne Medikamente geht gar nichts – und selbst mit fühlt es sich an, als hätte jemand einen Presslufthammer in meiner Wirbelsäule installiert. Ich war sogar kurz im Krankenhaus, ein paar Stunden, nur um abzuklären, ob da irgendwas komplett eskaliert ist. Zum Glück durfte ich wieder heim, aber seitdem ist jeder Schritt ein kleines Abenteuer. Und zwar kein schönes. --- 💥 Bewegung? Ja, aber bitte ohne Schmerzen… wäre schön. Wenn man sich kaum bewegen kann, merkt man erst, wie viele Dinge man sonst einfach nebenbei macht.   Aufstehen. Hinsetzen. Umdrehen. Hose hochziehen.   Alles wird plötzlich zu einem Mini-Bossfight. Und jetzt kommt der Teil, der’s richtig kompliziert macht:   Inkontinenz + Rückenschmerzen = ein Team, das keiner haben will...