„Wenn meine Frau nicht da ist – und meine Verhinderungspflege übernimmt“
Es gibt Tage, da läuft mein Alltag stabil. Und dann gibt es die anderen Tage – die, an denen mein Körper und mein Kopf gemeinsam beschließen, dass heute wohl ein „Pflegegrad‑3‑Tag“ wird. Meine Inkontinenz ist ein großer Teil davon, klar. Aber sie ist nicht alles. Meine Bewegungseinschränkung nach den Tumor‑OPs, die massiven Rückenprobleme und die psychischen Belastungen spielen genauso rein. Und genau deshalb brauche ich manchmal Unterstützung – auch wenn ich es nicht gern zugebe. Normalerweise ist meine Frau diejenige, die mich durch solche Tage begleitet. Aber sie kann nicht immer da sein. Und sie soll es auch nicht müssen. Deshalb habe ich meine Verhinderungspflege – eine Person, die ich sehr gut kenne und der ich vertraue. --- 1. Warum ich überhaupt Unterstützung brauche Pflegegrad 3 bedeutet bei mir nicht „ein Problem“, sondern eine Kombination aus mehreren Dingen, die sich gegenseitig beeinflussen: - Die Inkontinenz, die unberechenbar ist und mi...