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Stuhlinkontinenz – Teil 2: Mythen, Missverständnisse und andere Märchen aus dem Darm-Universum

Es gibt Themen, über die kursieren mehr Mythen als über den Yeti, den Berliner Flughafen und die Frage, ob DJs eigentlich nur auf Play drücken.   Stuhlinkontinenz gehört definitiv dazu. Also räumen wir heute auf.   Mit Humor.   Mit Fakten.   Und mit der nötigen Portion „Leute, bitte… wirklich jetzt?“. --- Mythos 1: „Man riecht das sofort.“ Ah ja.   Der Klassiker.   Der Mythos, der sich hält wie ein schlechter Geruch — ironischerweise völlig unbegründet. Die Wahrheit: - Moderne Produkte sind kleine Hightech-Wunder   - Geruchsbindung funktioniert wirklich   - Und 99% der Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um irgendwas zu merken   Wenn jemand etwas riecht, dann meistens nur sein eigenes Deo, das seit 2014 abgelaufen ist. --- Mythos 2: „Nur alte Menschen haben das.“ Wenn ich für jedes Mal, dass ich diesen Satz gehört habe, einen Euro bekommen hätte, könnte ich mir inzwischen eine V...

Es gibt Themen, über die redet man nicht. Und dann gibt es Themen, über die redet man erst recht, weil sonst niemand es tut.

Stuhlinkontinenz gehört definitiv zur zweiten Kategorie.   Ein Wort, das klingt wie ein medizinischer Endgegner, aber sich im Alltag eher anfühlt wie ein chaotischer Mitbewohner, der ungefragt in dein Leben eingezogen ist und ständig Überraschungspartys schmeißt. Und weil ich keine Lust habe, mich dafür zu schämen, schreibe ich heute darüber.   Mit Humor. Mit Ehrlichkeit. Und mit ein bisschen „Leute, entspannt euch mal“. --- 1. Der Moment, in dem du merkst: Dein Darm hat eigene Pläne Es gibt diese Tage, da läuft alles super.   Und dann gibt es Tage, da läuft… na ja… anderes. Der Darm ist wie ein DJ, der plötzlich beschließt, einen Track zu spielen, den niemand bestellt hat.   Ohne Vorwarnung. Ohne Übergang. Ohne Rücksicht auf deinen Terminkalender. Und du stehst da und denkst:   „Ach, du bist also heute wieder in Stimmung. Super.“ --- 2. Die Gesellschaft: „Darüber redet man nicht.“ Ich: „Hold my coffee.“ Ich schwöre, sobald man das Wort ...

Die mentale Checkliste, die ich im Kopf habe – ohne dass es jemand merkt Oder: Warum mein Gehirn eigentlich ein voll ausgestattetes Kontrollzentrum ist

Es gibt Menschen, die stehen morgens auf, ziehen sich an, gehen raus und leben ihr Leben.   Und dann gibt es mich. Nicht, weil ich kompliziert bin.   Sondern weil mein Alltag ein paar Extras hat, die andere nicht sehen — und die mein Gehirn zu Höchstleistungen motivieren. Während ich nach außen wirke wie jemand, der einfach entspannt durch den Tag geht, läuft in meinem Kopf ein vollautomatisches System, das ungefähr so klingt wie: „Okay Team, alle auf Position. Wir haben einen neuen Tag. Checkliste starten.“ --- 1. „Wie lange bin ich unterwegs?“ – Der Masterplan Andere überlegen:   „Brauche ich eine Jacke?“ Ich überlege:   „Wie lange bin ich weg? Wie viele Wechsel brauche ich? Wie viele Eventualitäten? Wie viele Pausen? Wie viele Möglichkeiten, kurz durchzuatmen?“ Mein Gehirn plant das wie ein Logistikunternehmen: - „Drei Stunden? Easy.“   - „Sechs Stunden? Okay, wir nehmen die Deluxe-Ausstattung.“   - „Ganzer Tag? Alles klar, ...

Was ich früher geglaubt habe – und was ich heute weiß Ein Blick zurück, der mich heute nur noch stärker macht

Es gibt zwei Versionen von mir:   Die, die ich früher war.   Und die, die ich heute bin. Früher habe ich Dinge geglaubt, die mich klein gemacht haben.   Heute weiß ich es besser.   Nicht, weil plötzlich alles perfekt ist, sondern weil ich aufgehört habe, gegen mich selbst zu kämpfen. Und genau darüber will ich reden. --- Früher dachte ich: „Ich muss das verstecken.“ Ich war überzeugt, dass mein Wert davon abhängt, wie gut ich Dinge unsichtbar machen kann.   Dass niemand merken darf, was bei mir anders läuft.   Dass Normalität etwas ist, das man nach außen hin spielt. Heute weiß ich:   Nichts an mir muss versteckt werden.   Nicht meine Routinen.   Nicht meine Anpassungen.   Nicht meine Realität. Ich bin nicht weniger wert, nur weil ich anders funktioniere.   Ich bin nur… ich. --- Früher dachte ich: „Wenn jemand etwas merkt, ist alles vorbei.“ Ich hatte diese Horrorvorstellung:...

Auf zu neuen Taten auf TikTok – gegen das Tabu

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Seit rund sieben Jahren bin ich auf TikTok unterwegs, seit zwei Jahren auch aktiv als DJ. Doch am 18.05.2026 habe ich etwas Neues gestartet:   Mein Format „Noch ganz dicht? – Ich gegen das Tabu“, passend zu meinem Blog. Und ich muss sagen: Ich bin selbst überrascht, wie stark und positiv die ersten Reaktionen sind. Es fühlt sich an, als wäre ich endlich genau auf dem Weg, auf den ich so lange hingearbeitet habe – meinen Teil dazu beizutragen, das Tabu rund um Inkontinenz zu brechen. --- Der erste Livestream – und ein Moment, der mich berührt hat Mein TikTok Kanal Gleich am ersten Tag habe ich einen Livestream gestartet. Ein Thema, über das kaum jemand spricht – aber über das ich nach 21 Jahren Erfahrung mit Harn- und Stuhlinkontinenz mehr als genug erzählen kann.   Und dann passierte etwas, das mich wirklich bewegt hat: Drei Gäste trauten sich, live mit mir über das Thema zu sprechen.   Das war ein besonderer Moment. Ein Moment, der mir gezeigt ...

Die Geräusche, über die niemand spricht…und warum sie mich früher wahnsinnig gemacht haben

Es gibt Dinge im Leben, über die niemand redet. Nicht, weil sie schlimm wären. Sondern weil sie einfach… peinlich-alltäglich sind.   Und ganz oben auf dieser Liste stehen: Geräusche. Nicht die großen, dramatischen Geräusche.   Sondern die kleinen, fiesen, verräterischen. Die, die nur ich höre.   Oder von denen ich denke, dass alle sie hören.   Oder die in meinem Kopf plötzlich so laut sind wie ein Presslufthammer, obwohl sie in Wirklichkeit wahrscheinlich irgendwo zwischen „Flüstern“ und „Mikro-Knistern“ liegen. --- Das Rascheln – mein persönlicher Endgegner Es gibt Tage, da denke ich:   Wenn ich mich bewege, hört man mich schon, bevor man mich sieht. Rascheln beim Sitzen.   Rascheln beim Aufstehen.   Rascheln beim Bücken.   Rascheln beim „Ich tu so, als wäre alles ganz normal“. Und das Lustige ist:   Niemand reagiert.   Nie.   Nicht ein einziges Mal. Aber mein Kopf?  ...

Warum Selbstakzeptanz kein Ziel ist, sondern ein Training

Wenn man über Selbstakzeptanz spricht, klingt es oft so, als wäre es ein Zustand, den man irgendwann erreicht.   So wie ein Level in einem Videospiel:   Ding! Glückwunsch, du hast jetzt Selbstakzeptanz freigeschaltet. Schön wär’s.   Die Wahrheit ist: Selbstakzeptanz ist kein Ziel. Sie ist ein Training.   Und manchmal ein verdammt anstrengendes. --- 1. Selbstakzeptanz passiert nicht von heute auf morgen Ich habe lange gedacht, es gäbe diesen einen Moment, in dem plötzlich alles klickt.   In dem ich meinen Körper akzeptiere.   Meine Inkontinenz.   Meine Einschränkungen.   Meine Realität. Aber dieser Moment kam nicht.   Stattdessen kamen viele kleine Momente:   - ein ehrliches Gespräch   - ein mutiger Schritt   - ein Tag, an dem ich mich nicht versteckt habe   - ein Tag, an dem ich mich DOCH versteckt habe, aber am nächsten wieder aufgestanden bin Selbstakzeptan...