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„Der Moment im Supermarkt, der mich überrascht hat“

Es gibt Tage, da läuft alles normal – und dann gibt es Tage, an denen man selbst ein bisschen… naja… ausläuft.   Mir ist das neulich beim Einkaufen passiert. Ein kleiner Fleck an der Hose, nichts Dramatisches, aber sichtbar genug, dass man es bemerken konnte. Ich war gerade dabei, meine Sachen aufs Band zu legen, als eine junge Dame kurz zögerte, mich ansah und dann freundlich sagte: „Ich glaube, da ist ein kleiner Fleck. Nur damit’s dir nicht unangenehm wird.“ Dieser Satz hat mich mehr berührt, als ich erwartet hätte. Nicht, weil mir die Situation peinlich war – solche Momente gehören zu meinem Alltag. Sondern weil sie ehrlich, respektvoll und menschlich war.   Keine komischen Blicke, kein Tuscheln, kein Wegschauen. Einfach ein ehrlicher Hinweis, der mir eine potenziell unangenehme Situation erspart hat. Ich habe mich bedankt, gelächelt und gemerkt, wie viel Kraft in solchen kleinen Begegnungen steckt.   Viele Menschen wissen nicht, wie sie reagieren solle...

Was „Ich kann gerade nicht“ wirklich bedeutet

Es gibt Tage, da wache ich auf und weiß schon beim ersten Schritt: Heute entscheidet nicht mein Kopf, sondern mein Körper.   Und das ist der Punkt, den viele nicht verstehen. Für Außenstehende sieht es aus wie „Er will nicht“.   Aber die Wahrheit ist: Ich würde gerne. Ich kann nur nicht. Nach meiner zweiten Tumor‑OP war das besonders brutal. Fast zwei Jahre lang konnte ich so gut wie nichts machen, obwohl ich innerlich gebrannt habe, wieder aktiv zu sein. Ich wollte raus, wollte arbeiten, wollte leben – aber mein Körper hat mich jedes Mal ausgebremst. Nicht ein bisschen, sondern komplett. Ich konnte nicht laufen, nicht stehen, nicht sitzen ohne Schmerzen. Und wenn du nicht laufen kannst, wird die Inkontinenz zu einem Problem, das kaum jemand begreift.   Bei mir ist es ja nicht so, dass ich merke, dass ich muss. Harn und Stuhl laufen einfach.   Und wenn du dich nicht bewegen kannst, nicht schnell reagieren kannst, nicht mal eben wohin kommst – dann...

💥 Drei Tage Magen‑Darm – und mein Alltag im Ausnahmezustand

Es gibt Tage, da spielt der Körper einfach sein eigenes DJ‑Set – und zwar ohne Rücksicht auf meinen Kalender, meine Energie oder meine Nerven. Die letzten drei Tage waren genau so ein Set: Magen‑Darm‑Chaos, kombiniert mit Harn- und Stuhlinkontinenz. Und ganz ehrlich: Das ist nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch mental einfach nervig hoch zehn. 🌀 Wenn der Körper sagt: „Heute nicht, Bruder.“ Magen-Darm ist ja schon für Menschen ohne Inkontinenz ein Volltreffer.   Aber wenn du eh schon mit Hautstress, Reibung, Verbrauch und Routinen jonglierst, dann wird aus einem schlechten Tag ganz schnell ein Dreitagefestival der Geduld. Mein Alltag sah ungefähr so aus: - Aufstehen, merken: „Oh wow, wir sind wieder im Hardcore‑Modus.“ - Verbrauch checken – und feststellen, dass der Materialverbrauch explodiert, weil du einfach viel häufiger wechseln musst. - Hautpflege starten, obwohl du eigentlich nur wieder ins Bett willst. - Versuchen, trotzdem normal zu funktionieren, weil der A...

💬 Wenn der Körper Grenzen setzt – und der Kopf trotzdem weitermacht

Es gibt Tage, da fühlt sich jeder Schritt an wie ein kleiner Sieg. Und andere, da ist selbst das Aufstehen eine Herausforderung.   Ich lebe mit den Folgen von zwei Tumoroperationen am rechten Bein, einem Wirbelbruch und mittlerweile sieben Bandscheibenvorfällen. Das rechte Bein bleibt taub, das linke wird durch die Wirbelsäulenprobleme bis zu dreißig Mal am Tag gefühllos. 500 Meter ohne Hilfsmittel sind mein Limit – danach zwingt mich der Schmerz zum Stehenbleiben. In den letzten Monaten bin ich mehrfach gestürzt, einfach weil die Beine manchmal nicht mehr mitmachen. Längeres Sitzen? Nach einer halben Stunde meldet sich der Rücken mit Schmerzen, die mich zwingen, aufzustehen – egal, wo ich bin. Seit meiner Lungenembolie ist selbst Treppensteigen ein kleiner Kampf um Luft. Asthma tut sein Übriges und sorgt dafür, dass ich ohne Spray kaum durchatmen kann.   Und dann ist da noch das, worüber viele schweigen: Harn- und Stuhlinkontinenz, seit 21 Jahren unverändert. Kein T...

„Lidl, mein Dekubitus und die Inkontinenz – ein perfekter Morgen… nicht.“

Heute gibt’s wieder Realtalk aus meinem Alltag.   > Körper gegen Dennis, Runde 384.   > Und natürlich passiert sowas nicht zuhause, nicht wenn’s praktisch wäre – nein, mitten im Lidl. --- 🛒 Einkaufen bei Lidl – und mein Körper so: Überraschung! Ich wollte eigentlich nur schnell ein paar Sachen holen.   Nichts Großes, nichts Dramatisches.   Aber meine Stuhlinkontinenz hatte offensichtlich andere Pläne. Mitten zwischen Gemüse und Tiefkühlpizza meldet sich mein Darm und sagt:   „Bruder, wir machen jetzt.“   Und ich so:   „Bitte nicht. Bitte JETZT nicht.“   Aber wie ihr wisst – Kontrolle ist ein Luxus, den ich aktuell nicht habe. Und als wäre das nicht schon genug, hab ich ja immer noch meinen Dekubitus, der sowieso jede Bewegung zu einer Challenge macht.   Eine volle Windel ist da ungefähr das Schlimmste, was passieren kann. --- 🚫 Lidl und das Toiletten‑Dilemma Jeder weiß: Lidl hat keine Kunde...

Die stille Stärke hinter dem Tabu

Wie es ist, mit einem Tabu zu leben Wenn Menschen über Stärke reden, meinen sie meistens das Offensichtliche: große Entscheidungen, laute Statements, sichtbare Kämpfe.   Meine Realität sieht anders aus. Meine Stärke ist oft leise. Sie passiert nicht auf Bühnen, sondern im Badezimmer, im Supermarkt, auf dem Weg zur Arbeit, im Kopf, wenn niemand zuschaut.   Ich lebe mit einem Thema, über das viele nicht sprechen wollen: Inkontinenz.   Ein Wort, das für die meisten maximal in der Werbung vorkommt – für mich aber Alltag ist.   Und genau da beginnt das Problem: Nicht die Inkontinenz selbst ist das Schlimmste, sondern das Tabu darum. Was Tabu mit mir gemacht hat Ein Tabu ist wie ein unsichtbarer Filter über deinem Leben.   Es entscheidet, was „okay“ ist und was „peinlich“.   Es sagt dir nicht direkt: „Du bist falsch“, aber es sorgt dafür, dass du dich genau so fühlst. Ich habe lange gedacht:   - „Das darf niemand wissen.“...

Wie Social Media hilft – und manchmal nervt

💬 Zwischen Bühne und Spiegel Social Media ist für mich wie ein Spiegel mit eingebautem Lautsprecher: Es zeigt, wer ich bin, und lässt gleichzeitig alle anderen etwas dazu sagen.   Ich liebe die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, Themen sichtbar zu machen, über die sonst niemand spricht. Ohne TikTok, Insta & Co. wäre mein Weg mit „Noch ganz dicht?“ wahrscheinlich nie so weit gekommen.   Aber – und das ist der ehrliche Teil – manchmal ist es auch einfach laut. Zu laut. 🚀 Die guten Seiten - Community‑Power – Menschen, die sich gegenseitig Mut machen, weil sie sich in meinen Videos wiederfinden.   - Sichtbarkeit – Themen wie Inkontinenz bekommen endlich Gesichter und Geschichten.   - Direkter Austausch – Kommentare, die ehrlich sind, nicht perfekt.   - Kreative Freiheit – Ich kann ernste Themen mit Humor verbinden, ohne dass jemand vorher fragt, ob das „geht“. 😤 Die nervigen Seiten - Algorithmus‑Launen – Du gibst alles, und plötzlich...