Mein Weg auf TikTok: Zwischen DJ-Pult, vollen Windeln und leerem Hass

Wenn ich TikTok öffne, sehe ich zuerst das, was mich antreibt: Menschen, die lachen, nachdenken, sich verstanden fühlen. Mein Content ist nicht „klassisch“. Ich bin DJ, ich liebe Musik, ich liebe Lives – aber ich spreche auch über ein Thema, das viele lieber unter den Teppich kehren würden: Inkontinenz, volle Hosen, Windeln. Dinge, die im Alltag real sind, aber im Internet oft nur als Witz oder Ekelvorlage vorkommen.

Und genau da fängt die Geschichte an.

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Mein Content: Warum ich über Windeln rede – und es auch weiter tun werde

Ich könnte es mir leicht machen und nur DJ-Content posten. Musik, Mixe, Lives, Party. Das kann ich, das macht mir Spaß. Aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, mehr zu zeigen als nur die „coole“ Seite.

- Ehrlichkeit: Ich zeige etwas, das viele verstecken. Windeln, volle Hosen, Tabuthemen.
- Normalität: Ich will zeigen, dass solche Themen Teil von echten Leben sind – nicht peinliche Ausrutscher.
- Haltung: Ich stehe dazu, dass ich mich nicht dafür schäme. Und genau das triggert manche Leute enorm.

Wenn ich ein Video mache über volle Windeln, über Alltag mit Inkontinenz, dann ist das nicht „Content für Klicks“, sondern ein Statement: Du bist nicht abstoßend, nur weil dein Körper nicht perfekt funktioniert. Du bist nicht weniger wert, nur weil du etwas trägst, das andere mit Ekel verbinden.

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Die Kommentare, die weh tun sollen

Mit diesem Content kommen nicht nur Likes und liebe Nachrichten. Es kommen auch die anderen. Die, die sich stark fühlen, wenn sie andere klein machen.

Ich habe Nachrichten bekommen wie:

> „Jetzt läuft sein DJ Content nicht mehr, da macht er Content über volle Hosen.“  
> „Deine vollen Windeln interessiert doch keine Sau, muss man das auf TikTok posten?“  
> „Leute wie du, die Windeln tragen, sind maximal abstoßend.“

Das ist die Realität. Das steht da schwarz auf weiß. Und ja, natürlich könnte man sagen: „Ignorier es doch einfach.“ Aber so einfach ist es nicht – vor allem nicht für alle.

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Wie ich mit Hate umgehe: Gelassenheit als Schutzschild

Ich persönlich gehe mit solchen Sprüchen ziemlich gelassen um. Nicht, weil sie schön sind, sondern weil ich verstanden habe, was dahinter steckt.

- Der Hate sagt mehr über sie als über mich: Wer andere abwertet, zeigt vor allem seine eigene Unsicherheit.
- Ich nehme dem Hate den Zauber: Oft mache ich ein Video genau über diese Kommentare. Ich lese sie vor, reagiere, erkläre, drehe sie um.
- Ich mache aus Angriffen Content: Wenn jemand schreibt, ich sei „abstoßend“, dann nutze ich das, um zu zeigen: Nein, bin ich nicht. Und du auch nicht.

Indem ich darüber rede, nehme ich diesen Kommentaren die Macht. Sie sind dann nicht mehr heimliche Stiche im Dunkeln, sondern sichtbare Beispiele dafür, wie verletzend Sprache sein kann – und wie man ihr die Schärfe nimmt.

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Aber: Ich denke immer an die, die nicht so gefasst sind

So sehr ich gelernt habe, mit Hate umzugehen, ich denke bei jedem Kommentar an die Menschen, die das nicht können. Die vielleicht zum ersten Mal den Mut hatten, über ihre Windeln, ihre Inkontinenz, ihre Scham zu sprechen – und dann so etwas lesen.

- Wie sehr trifft sie das?  
  Wenn dir jemand sagt, du seist „maximal abstoßend“, kann das tief reingehen. Besonders, wenn du selbst eh schon mit Scham kämpfst.

- Wie sehr wirft sie das zurück?  
  Viele ziehen sich dann wieder zurück. Löschen ihre Videos. Schweigen. Und genau das macht mich wütend – nicht auf sie, sondern auf die, die glauben, sie hätten das Recht, andere mundtot zu machen.

Ich weiß, dass nicht jeder die gleiche emotionale Stabilität hat wie ich. Nicht jeder kann Hate in Content verwandeln. Manche brauchen einfach nur einen sicheren Raum, in dem sie nicht ausgelacht werden.

Und genau deshalb ist es mir so wichtig, weiterzumachen.

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Warum ich erst recht weitermache

Jeder Hasskommentar ist für mich inzwischen ein Beweis, dass mein Content einen Nerv trifft. Nicht, weil er „falsch“ ist, sondern weil er etwas berührt, das viele lieber verdrängen.

- Ich mache weiter für die, die sich schämen.  
  Für die, die nachts wach liegen und sich fragen, ob sie „eklig“ sind. Für die, die sich nicht trauen, darüber zu reden.

- Ich mache weiter, um zu zeigen: Du bist nicht allein.  
  Wenn jemand sieht, dass ich offen über Windeln rede, über Tabus, über das, was andere „abstoßend“ nennen, dann kann das ein erster Schritt sein, sich selbst zu akzeptieren.

- Ich mache weiter, weil Schweigen den Hatern hilft.  
  Wenn wir aufhören zu reden, haben sie gewonnen. Wenn wir weitermachen, verlieren ihre Worte an Gewicht.

Mein Auftritt auf TikTok ist mehr als nur Unterhaltung. Es ist ein Statement: Ich lasse mir nicht vorschreiben, welche Teile meines Lebens „zeigbar“ sind. Ich lasse mir nicht sagen, dass ich abstoßend bin, nur weil ich ein Thema anspreche, das unbequem ist.

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An die, die das lesen und sich wiederfinden

Wenn du das hier liest und selbst solche Kommentare bekommen hast – egal ob wegen Windeln, Krankheit, Körper, Aussehen oder irgendetwas anderem – dann möchte ich dir etwas sagen:

- Du bist nicht das, was Hater über dich schreiben.
- Dein Wert hängt nicht an ihrer Meinung.
- Scham wird kleiner, wenn man sie teilt – nicht, wenn man sich versteckt.

Ich werde weiter Videos machen. Über DJ-Content. Über volle Hosen. Über Windeln. Über Tabus. Über alles, was echt ist.

Nicht trotz der Hater. Sondern gerade wegen ihnen.  

Denn jedes Mal, wenn jemand versucht, mich oder andere klein zu machen, ist das ein weiterer Grund, laut zu bleiben.

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